Kunst

Andrea

Bildnerische Erziehung - Lernen mit Herz, Hand und Hirn

Kreatives Schaffen ist ein grundlegendes Bedürfnis des Menschen. Im Fach Bildnerische Erziehung werden Werte und Einsichten gefördert, die für die intellektuelle, emotionale und soziale Entwicklung unentbehrlich sind. Die Erweiterung und Differenzierung der sinnlichen Wahrnehmungs- und Erkenntnisfähigkeit sowie des Darstellungsvermögens sind Ziele im Kunstunterricht.

Ich verwende absichtlich den Ausdruck Kunst, weil die hier präsentierten Bilder meiner Meinung nach Kunstwerke sind. Kunstwerke, weil die Schüler und Schülerinnen versucht haben, künstlerische Herausforderungen zu meistern. Der Kunstunterricht erfordert natürlich genauso wie die anderen Fächer Fleiß. Zeichnerisches Können aber ist eine Grundlage für künstlerische Arbeit. So wie ein Poet mit den Buchstaben beginnt, muss auch ein Schüler/eine Schülerin zuerst die zeichnerischen Grundlagen erlernen. Das Zeichnen hängt nicht nur von der Begabung ab. Kunst ist "Schweiß und Fleiß" und vor allem "lebenslanges Lernen". Durch aktive Zusammenarbeit kann man aber diese Grundlagen entwickeln. Die Schüler und die Schülerinnen eignen sich zuerst die Darstellung einfacher Formen an, dann die Porträt- und zuletzt die Figurendarstellung.

Der Unterricht in Bildnerischer Erziehung soll folgende Ziele erreichen: Freude an der Begegnung mit Kunst, Sensibilität und Offenheit gegenüber Kunst, Kenntnisse über die wichtigsten Gattungen und Techniken der Bildenden Kunst, aber auch die Bereitschaft, nach Sinn und Funktion von Kunst zu fragen, sowie sich über Kunst (gegenwärtige und historische) und kunstkritische Diskussionen zu informieren.

Ich glaube, maltechnische Begriffe wie Komposition oder Farbenlehre sind ganz wichtig im Kunstunterricht, aber das Wichtigste ist, daran Spaß zu haben. Die künstlerische Tätigkeit muss man zu genießen wissen. Bildqualität ist wichtig, aber hoffentlich strahlen diese ausgewählten Bilder den empfundenen Genuss aus. Künstlerische Arbeit hat einen ganz wichtigen Charakter, nämlich die Freiheit darüber, was man unter Kunst versteht. Die Kunstwerke der Schüler und Schülerinnen des ZBG zeichnet diese Freiheit aus. Natürlich braucht ein Künstler, oder in diesem Fall ein Schüler, ein Erfolgserlebnis. Dieses kann man auch durch eine Ausstellung oder mit einer Bildpräsentation für ein Publikum erreichen. Diesem Ziel und der Würdigung der künstlerischen Fähigkeiten am ZBG sind die folgenden Seiten gewidmet.

Mag. Dr. Péter Pál Bartek